Kloster Weltenburg – Kehlheim, Befreiungshalle, Weltenburger Enge, Kloster, Donaudurchbruch

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Beschreibung

Natur, Kultur und Fluss auf einer Runde: Diese Wanderung von Kelheim zum Kloster Weltenburg verbindet ein Königsdenkmal, das älteste Kloster Bayerns, zwei Donau-Überfahrten und mit dem Donaudurchbruch eine der spektakulärsten Flusslandschaften Deutschlands.

Von Kelheim zur Befreiungshalle

Start ist am Parkplatz an der Donau in Kelheim. Gleich zu Beginn wartet der erste Anstieg: In Kehren geht es hinauf auf den Michelsberg zur Befreiungshalle. Der monumentale Rundbau wurde von König Ludwig I. in Auftrag gegeben und 1863 nach Plänen von Leo von Klenze vollendet – als Denkmal für die Befreiungskriege gegen Napoleon. Von der Terrasse öffnet sich ein weiter Blick über Kelheim, das Donautal und die Mündung der Altmühl.

Auf dem Höhenweg nach Weltenburg

Von der Befreiungshalle folgt die Route dem Höhenweg durch die Wälder des Naturschutzgebiets hoch über der Weltenburger Enge – mit rund 460 m der höchste Abschnitt der Tour. Der Weg verläuft angenehm schattig und fast eben, bevor er nach gut sieben Kilometern zur Donau hinabführt.

Mit der Zille zum Kloster Weltenburg

Am Ufer angekommen, setzt man mit einer traditionellen Zille – einem flachen Holzboot – zum Kloster über. Das Kloster Weltenburg liegt eindrucksvoll in einer Donauschleife direkt am Eingang des Donaudurchbruchs und gilt als älteste klösterliche Niederlassung Bayerns; der Überlieferung nach wurde es um 617 von iro-schottischen Wandermönchen gegründet. Die barocke Klosterkirche St. Georg, ein Hauptwerk der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, zählt zu den bedeutendsten Barockbauten Europas. Und: In Weltenburg wird nachweislich seit 1050 Bier gebraut – die älteste Klosterbrauerei der Welt. Die Klosterschenke mit ihrem Biergarten unter alten Kastanien ist der perfekte Ort für die Mittagsrast; das dunkle Klosterbier und die bayerische Küche sind die Überfahrt allein schon wert.

Über die Seilfähre zu den Aussichtspunkten

Zurück ans andere Ufer geht es mit der Seilfähre bei Stausacker. Es folgt der zweite Anstieg des Tages hinauf zu den Aussichtspunkten hoch über der Donau – der Blick auf die senkrecht aus dem Fluss aufragenden Felswände ist einer der Höhepunkte der Tour.

Die Weltenburger Enge – der Donaudurchbruch

Der Abstieg führt hinab in die Weltenburger Enge, seit 2020 Bayerns erstes Nationales Naturmonument und eines der „100 schönsten Geotope Bayerns“. Die bis zu 70 Meter hohen Kalkfelswände entstanden aus Riffen, die sich vor rund 150 Millionen Jahren in einem subtropischen Meer bildeten; vor etwa 200.000 Jahren schnitt sich ein Arm der Urdonau in das Gestein und schuf das heutige Flussbett. Auf rund fünf Kilometern zwängt sich die Donau hier durch den Fels – ein Naturerlebnis, das vom Uferweg aus mindestens so eindrucksvoll ist wie vom Schiff.

Am Uferweg zurück nach Kelheim

Der Rückweg verläuft direkt am Donauufer entlang – vorbei an der Einsiedelei Klösterl, die der Überlieferung nach 1454 von einem Eremiten gegründet wurde – gemütlich zurück zum Ausgangspunkt in Kelheim. Flusspanorama bis zum Schluss.

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Fazit

Eine der lohnendsten Halbtagestouren Bayerns: Befreiungshalle, das älteste Kloster Bayerns mit der ältesten Klosterbrauerei der Welt, zwei Bootsüberfahrten und der Donaudurchbruch – mehr Abwechslung passt kaum in 16 Kilometer. Die Runde ist technisch einfach, verlangt mit zwei Anstiegen und der Länge aber etwas Grundkondition.

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