Tegelberg und Brandnerschrofen – Schloss Neuschwanstein im Blick

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Beschreibung

Kaum eine Region in Deutschland bietet so viele Postkartenmotive auf engem Raum wie das Ostallgäu: Neuschwanstein, Hohenschwangau, der Forggensee und dahinter der Säuling mit seinen 2.047 Metern. Diese Tour verbindet alle diese Blicke mit einer richtig schönen Bergwanderung. Vom Start in Füssen geht es zu Fuß nach Schwangau, mit der Tegelbergbahn auf den Tegelberg und von dort über die Brandnerschrofenschulter zum Brandnerschrofen. Und weil das Wetter in den Bergen oft wechselt, gehört auch der Nebel zum Erlebnis.

Vom Forggensee nach Schwangau
Der Weg beginnt in Füssen an der Weidachstraße (ca. 790 m). Schon auf den ersten Kilometern öffnet sich der Blick auf den Forggensee, der vor dem Start noch fast leer war. Über den Lech, vorbei am Wasserkraftwerk Horn, führt die Strecke nach Schwangau.
Immer wieder gibt der Weg den Blick auf Schloss Neuschwanstein frei – erst aus der Ferne, dann immer näher. Weiter in Richtung Hohenschwangau, dem Kindheitsschloss Ludwigs II., wird das Schloss von mehreren Stellen aus sichtbar, und in der Mitte der Blicke steht der Säuling. Anschließend geht es über die Pöllat in den Wald in Richtung Tegelbergbahn.

Mit der Gondel auf den Tegelberg
Die Tegelbergbahn bringt in wenigen Minuten auf rund 1.720 Meter. Schon in der Kabine lohnt der Blick: Das Schloss Neuschwanstein mit der Marienbrücke liegt direkt im Panorama. Die Brücke überspannt die Pöllatschlucht in rund 90 Metern Höhe und wurde 1866 auf Befehl Ludwigs II. errichtet, damit man bequem zur Pöllat-Schlucht gelangte. Oben an der Bergstation öffnet sich eine große Aussichtsterrasse. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Zugspitze.

Zur Brandnerschrofenschulter und zum Gipfel
Von der Bergstation führt der Weg Richtung Brandnerschrofenschulter. Die Schulter bietet bereits einen eindrucksvollen Blick auf den Brandnerschrofen und das Umland. Weiter geht es in Richtung Gipfel, und der Brandnerschrofen ist jetzt gut im Blick.
Wer genau hinschaut, merkt, wie schnell sich hier das Wetter ändert: Immer wieder zogen Wolken und Nebel durch, sodass wir uns entschieden, nicht bis zum Gipfel zu gehen, sondern oben umzukehren. Das ist kein Nachteil: Die Aussicht unterwegs ist bereits großartig.
Am Ende der Schulter wartet ein Panorama, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Rückweg
Auf demselben Weg geht es zurück zur Bergstation. Wer noch Zeit hat, genießt die Aussicht noch einmal in Ruhe, bevor es mit der Gondel talwärts geht. Auf der Fahrt nach unten bieten sich erneut die schönsten Blicke: Neuschwanstein, Marienbrücke und der Schwansee sind gut zu sehen. Vom Tal zurück nach Füssen sind es noch einmal rund sechs Kilometer zu Fuß.

Musik
Im Video begleitet der „Walkürenritt“ aus Richard Wagners Oper Die Walküre die Aussichten. Wagner war eines der großen Vorbilder Ludwigs II., der die Uraufführung der Walküre 1870 in München unterstützte. Die Musik passt damit zu den Schlössern, unter denen man unterwegs ist.

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Fazit

Eine Tour, die ideal für einen Tag im Ostallgäu ist und die Königsschlösser aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zeigt. Die Gondel macht den Gipfelbereich bequem erreichbar, der Weg zur Schulter ist gut begehbar. Im Winter sollte man Schnee und Eis einplanen, im Sommer sind die Ausblicke besonders weit. Wer einmal die drei großen Motive Neuschwanstein, Hohenschwangau und Säuling in einem Tag sehen will, ist hier richtig.

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