Diese kompakte Runde im nördlichen Harz packt erstaunlich viel auf wenige Kilometer: ein wildromantisches Bachtal, eine sagenumwobene Felsklippe, einen geologischen Erlebnispfad und eine idyllische Teichlandschaft. Sie liegt nordwestlich von Blankenburg, eingebettet ins Dreieck Wernigerode–Halberstadt–Quedlinburg, und folgt großteils dem Verlauf des Geologischen Wanderwegs Blankenburg, der auf seinen Schautafeln rund 400 Millionen Jahre Erdgeschichte erzählt. Ideal für einen Halbtag oder als entspannte Tour mit Kindern.
Zur Mönchemühle
Vom Parkplatz geht es zunächst hinein ins Tal zur Mönchemühle. Hier, am Nordrand von Blankenburg, beginnt offiziell der Goldbach – an der Mühle trifft der vom Kloster kommende Klostergrundbach auf das Gewässer. Vom aufgestauten Mönchemühlenteich stürzt das Wasser über eine kleine Stufe als hübscher kleiner Wasserfall talwärts. Am Teich gibt es eine rustikale Einkehrmöglichkeit – ein schöner erster Halt gleich zu Beginn der Runde.
Durch das Bärlauchfeld ins Teufelsbachtal
Weiter führt der Weg ins Teufelsbachtal, das hier zu den stimmungsvollsten Abschnitten der Tour gehört. Der Teufelsbach ist ein naturnaher, ungestauter Gebirgsbach – wild zerklüftete Bachläufe, die fast wie kleine Schluchten wirken, wechseln sich mit ruhigen Waldpassagen ab.
Im Frühjahr verwandelt sich der Talboden in ein riesiges Bärlauchfeld: Der Waldboden ist dann dicht mit Bärlauch bedeckt, und die ganze Luft ist vom knoblauchartigen Duft des Wildkrauts erfüllt. Für viele Wanderer ist das der heimliche Höhepunkt der Tour – wer sammeln möchte, sollte den Bärlauch allerdings sicher von giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose unterscheiden können.
Hinauf zum Hans Mönch
Am rechten Talhang ragt bald die sagenumwobene Sandsteinklippe Hans Mönch empor – eine der markanten Stationen des Geologischen Wanderwegs. Vom Talweg aus ist der Felsen wegen des dichten Baumbestands oft nur teilweise zu sehen; ein schmaler, etwas steiler Pfad zweigt jedoch ab und führt direkt hinauf zur Klippe.
Der kurze Aufstieg lohnt sich: Oben steht man unmittelbar an bzw. auf der bizarren Felsformation und bekommt ein gutes Gefühl für die Geologie dieses Talabschnitts. Es ist der „höchste“ Punkt der ansonsten flachen Runde – mit dem Plätschern des Teufelsbachs im Ohr.
Über den Walderlebnispfad Bärenstein
Vom Hans Mönch führt die Runde weiter zum Bärenstein und auf den dortigen Walderlebnispfad. Schon ein kunstvoll geschnitztes Holzschild weist hier den Weg. Der Pfad ist gespickt mit Informations- und Erlebnisstationen rund um das Leben im Wald und die Erdgeschichte der Region – kurzweilig vor allem für Familien, aber auch für alle, die unterwegs gern etwas über die Landschaft erfahren. Bizarre Felsbildungen, alte Steinbrüche und Schautafeln machen den geologischen Charakter der Gegend greifbar.
Über die Silberteiche zurück
Den Abschluss bildet der Weg über die Anzuchtteiche II zurück zum Parkplatz. Die stillen Teiche – Teil der alten Fischteich-Landschaft rund um Michaelstein – verdanken ihren Namen dem klaren, silbrig schimmernden Wasser der Quellbäche (nicht etwa einem Silberbergbau). Romantische Teichflächen, idyllische Waldpfade und das ruhige Wasser bilden einen schönen, beschaulichen Ausklang, bevor man wieder am Ausgangspunkt steht.








